Maiaufmarsch 2014
Trauner Maiaufmarsch mit BM Dr. Josef Ostermayer
Auch heuer luden die Trauner Sozialdemokraten alle Traunerinnen und Trauner zum traditionellen Maiaufmarsch ein. Und sie kamen auch! Besonders auffallend und erfreulich war die hohe Beteiligung der TeilnehmerInnen aus den befreundeten Sportvereinen. Sie mischten sich lautstark unter den Festzug und boten den „Zaungästen“ ein buntes Stimmungsbild.
Auch die sozialdemokratischen Bürgermeister und Vizebürgermeister der benachbarten Gemeinden Kirchberg-Thening, Oftering, Wilhering, Pasching und Hörsching nahmen mit ihren Abordnungen am Umzug teil.
Musikalisch wurde der Festzug, der von der Bezirkssportanlage bis zum Trauner Rathaus führte, von der Stadt- und Trachtenkapelle Traun sowie von den Kapellen aus Pucking und Pasching begleitet.
Am gemeinsamen Treffpunkt, dem Kirchenplatz sorgten Lieder der Kinderfreunde und des Arbeitersängerbundes für entsprechende Stimmung.
Bürgermeister Ing. Harald Seidl bedankte sich bei den zahlreichen Gäste für ihr klares Bekenntnis zur Sozialdemokratie und begrüßte im speziellen BM Dr. Josef Ostermayer, NR Abg. Herrmann Krist, die Bürgermeister Josef Berger (Kirchberg-Thening), Dietmar Lackner (Oftering), Mario Mühlböck (Wilhering), Ing. Peter Mair (Pasching) und Vizebürgermeister Johann Lizlfellner (Hörsching).
In seiner Begrüßungsrede bedauerte BGM Seidl, dass die Erfolge der Arbeit sozialdemokratischer Verantwortungsträger in den Gemeinden laufend durch Schlagzeilen über Misswirtschaft und Bankenskandale getrübt wird und das generelle Vertrauen in die Politik, auch mangels Transparenz in der Aufklärung, schwindet. Umso wichtiger ist unserer sozialdemokratischen Gesinnungsgemeinschaft am 1. Mai dem „Tag der Arbeit“ nicht nur die Grundsätze nach Freiheit, Gleichheit und Solidarität in Erinnerung zu rufen, sondern auch die Forderung danach zu handeln.
NR Krist ging bei seiner Rede konkret auf den jüngst bekannt gewordenen Verkauf der Siemens VAI an einen japanischen Konzern ein und spricht dabei vom schweren Verlust österreichischen „Know-how“ in der Stahlindustrie. Der Staat müsse sich wohl wieder an Betrieben dieser Größenordnung beteiligen um eine Standortverlegung nicht tatenlos hinnehmen zu müssen ohne sich allerdings in das operative Geschäft einzumischen. Die Profitgier einzelner Aktionäre darf nicht der entscheidende Faktor bei der Standortfrage sein. Generell merkte NR Krist an, dass die steuerliche Belastung sowohl bei den ArbeitnehmerInnen als auch bei den Klein- und mittleren Betrieben zu hoch ist. Eine Steuerreform zur Entlastung des Mittelstandes längst ein Gebot der Stunde sei – währe da nicht das blau gefärbte Kuckucksei aus Kärnten, die Hypo-Alpe-Adria Bank.
Der Hauptfestredner BM Ostermayer gingen in seiner Ansprachen auf die bevorstehende EU-Wahl am 25. Mai ein. Ein Europa der Zukunft, muss die klare Handschrift der sozialdemokratischen Abgeordneten tragen. Europa muss wieder sozialer werden. Dazu ist eine Umverteilung des Vermögens unerlässlich. Es darf nicht sein, dass arbeitende Menschen in Europa vom Verdienst nicht mehr leben können. Die Herausforderung der europäischen Kommission, die 28 Mitgliedsstaaten auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen ist schon schwierig genug, die hohe Jugendarbeitslosigkeit ist ein weiterer schwerer Brocken den es zu stemmen gilt. Der Unmut in machen Mitgliedsländern ist, aufgrund des verloren gegangenen sozialen Gefüges bereits bedenklich groß. Die EU muss so viele Gesetze für seine Mitgliedsstaaten beschließen wie notwendig, jedoch nicht so viele wie möglich sind. Eine Entbürokratisierung ist daher dringend notwendig. Die Entscheidungen der europäischen Politik müssen auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet sein und dort auch ankommen.
Anschließend wurde noch angeregt diskutiert und eine sehr erfolgreiche Maiveranstaltung 2014 klang am frühen Nachmittag aus.